FAQ (Frequently Asked Questions)Hier finden Sie die Antworten auf einige der häufig gestelleten Fragen. |
Fragen:
Stimmt es, dass Welpen möglichst viel und ohne menschliches Eingreifen mit anderen Welpen spielen sollten?
Ist es für die Welpengruppe wichtig, dass ein erwachsener Hund anwesend ist?
Ist es ein gutes Zeichen, wenn der Welpe / Junghund schon bellend und ziehend auf den Hundeplatz kommt?
Ist es richtig, dass Clickertraining nur sinnvoll ist, wenn man Tricks mit seinem Hund erlernen möchte oder kann man es auch für Alltagsprobleme nutzen.
Wo ist der Unterschied in der Hundeausbildung zwischen einer Hand voll Futter, die dem Hund gezeigt wird (Futterlocken) und dem Clickertraining?
Ist es richtig, dass beim Clickertraining der Hund nur arbeitet wenn wir Futter dabei haben?
Ist Clickertraining wirklich Kommunikation oder wird der Hund eher zum "Konditionierungsautomaten"?
Wird der Hund beim Clickertraining nicht ständig bestochen, damit er uns gehorcht?
Stimmt es, dass man seinen Hund niemals bestraft, wenn man mit dem Clicker arbeitet?
Stimmt es, dass man immer besonders laut oder sogar körperlich auf den Hund einwirken muss, um effektiv zu bestrafen?
Stimmt es, dass man dogdance auch ohne Clicker erlernen kann?
Stimmt es, dass dogdance bedeutet, Übungen wie Sitz, Platz, Fuß und mal einen Kreis drehen zu üben, während Musik läuft?
Ist es richtig, dass Treibball nicht für Balljunkies geeignet ist?
Ist Longenarbeit mit dem Hund die moderne Möglichkeit um seinem Hund Auslauf und Bewegung zu verschaffen?| Fragen und Antworten | |
| Stimmt es, dass Welpen möglichst viel und ohne menschliches Eingreifen mit anderen Welpen spielen sollten? | |
![]() | Nein, das stimmt nicht, denn der Welpe sollte von Anfang an lernen, dass sein Mensch super wichtig und spannend ist! Welpen, die immer nur mit anderen Welpen spielen, lernen, dass Hunde ausschießlich zum spielen da sind. Außerdem gibt es Welpen die unsicher in größeren Hundegruppen sind oder andere Welpen mobben - beide Hundetypen sollten nicht ohne Eingreifen des Menschen "einfach nur spielen". Welpen, die Schutz bei ihren Menschen suchen und dafür ignoriert werden oder sogar weggeschickt werden, lernen: "Auf meine Menschen kann ich mich nicht verlassen". Welpen die sich in der Gruppe "pudelwohl" fühlen lernen: "Ich komme sehr gut ohne meine Menschen zurecht." Beides kann in Alltagssituationen zu Problemen führen, da Welpen allein es nicht schaffen sich gegenseitig ein adäquates Sozialverhalten beizubringen. Kinder brauchen auch einen erwachsenen, besonders qualifizierten Menschen (Lehrer) um Schreiben und Rechnen zu lernen. Sollte also der Spielpartner der Welpen nicht qualifiziert genug sein um richtiges Verhalten im gegenseitigem Spiel zu vermitteln, müssen wir eingreifen. Die Nebenwirkungen des zu wilden und unkontrollierten Welpen- und Junghudespiels bemerkt man meistens erst, wenn der Welpe erwachsen geworden ist. Die Hunde, welche in der Welpen- und Junghundephase viel von anderen Hunden gemobbt wurden, mobben nun selbst und/oder haben Begegnungsprobleme mit anderen Hunden, dies ofmals insbesondere dann, wenn sie angeleint sind. Vielen Hunden wurde bereits in der Welpenzeit vermittelt: "Hilf dir selbst!" Nur gefällt den meisten Hundehaltern die Art und Weise wie sich ihr Hund selbst hilft, nicht. Hinzu kommt, dass die meisten Hunde erst in der Lage sind sich selbst zu helfen, wenn sie erwachsen geworden sind. Leider können die wenigsten Hundehalter das gezeigte Verhalten ihrer Hunde mit der Welpen- und Junghundeausbildung in Zusammenhag bringen. Wir können nicht die Wesenszüge unserer Hunde verändern, sondern nur auf ihr Verhalten Einfluss nehmen. Dinge, die einen Terrier in Aufregung versetzen, werden von einer Dogge unter Umständen nicht einmal bemerkt. - Miley-Banton - |
| Ist es für die Welpengruppe wichtig, dass ein erwachsener Hund anwesend ist? | |
![]() | Grundsätzlich ist dies sehr wichtig, nur muss dies ein ausgesprochen souveräner Hund sein und diese sind selten zu finden. Grundsätzlich gilt, lieber kein erwachsener Hund, als einer der die Welpen zu sehr maßregelt. Richtiges Hundeverhalten können Welpen nur von erwachsenen Hunden lernen, diese müssen aber Grenzen setzen können ohne dabei zu übertreiben. Ein souveräner "Althund" maßregelt die Welpen durch Körpersprache und ggf. durch Knurren, Zähne zeigen und evtl. durch runterdrücken mit der Schnautze. Auch ein Abschnappen kann manchmal angebracht sein. Sobald der Welpe Beschwichtigungssignale zeigt und/oder sich unterwirft, sollte der Althund von selbst nachlassen. Maßregeln bedeutet nicht, dass ein Althund auf den Welpen rumspringt, sie mobbt (einen Einzelnen Welpen rauspickt und diesen immer wieder vom spielen abhält obwohl er unterwürfiges Verhalten zeigt usw.). Sollten sie soetwas beobachten, sollten sie ihren Welpen aus der Situation holen - denn zum lernen gehört immer, dass eine gezeigte Verhaltensänderung auch Erfolg verspricht. |
| Ist es ein gutes Zeichen, wenn der Welpe / Junghund schon bellend und ziehend auf den Hundeplatz kommt? | |
![]() | Grundsätzlich ist das ein Zeichen dafür, dass der Hund sehr erregt, also gestresst ist. Wenn der Hund in diesem Erregungszustand auch noch die Erlaubnis erhält mit seinen Artgenossen zu spielen, wird das Erregungsniveau weiter gesteigert. Das Problem dabei ist, dass der Hund dann nicht mehr in der Lage ist, die Signale seiner Menschen wahrzunehmen oder gar zu befolgen. Er lernt also: "ich habe viel Spaß und dafür brauche ich meinen Menschen nicht!" Dies kann in Alltagssituationen zu Problemen führen. Denn auf der Straße kann nicht jeder Hund begrüßt werden und es kann auch problematisch sein, wenn der Hund die Welt um sich herum spannender empfindet, als das Beschäftigungs- und Belohnungsangebot seiner Menschen. Spätestens wenn der junge Hund bemerkt, dass Jogger, Radfahrer oder spielende Kinder sich schnell bewegen und man diese jagen kann, wird das Problem sehr deutlich. Je mehr ein junger Hund in Stress gerät, desto weniger kann er lernen, bzw. lernt er genau das Gegenteil, von dem was wir im Alltag benötigen. Das wilde unkontrollierte Spiel in der Welpen- und Junghundegruppe kann der erste Schritt für ein späteres Problemverhalten im Alltag sein. Die Welpen- und Junghundegruppen sind im Alter- und in der Rassezugehörigkeit verschieden. Dies ist für eine gute Sozialisierung auch sehr wünschenswert, aber es ist unlogisch, wenn behauptet wird, dass die Hunde ihr Verhalten untereinander klären müssen. Wie soll sich ein 9 Wochen alter Mopswelpe gegen einen 11 Wochen alten Labbiwelpen wehren? Was lernt der Mopswelpe, wenn sich ein Labbi auf ihn setzt und dann die Ohren zerkaut? Der Labbi lernt, dass er seinen Impulsen ungzügelt freien Lauf lassen kann, was im späteren Leben zu Frustreaktionen führen kann, wenn er diesen einmal nicht nachgeben kann. Der Mops lernt, dass größere Hunde einfach lästig sind und er keine Chance gegen sie hat. Er wird möglicherweise später mit Aggressionsverhalten gegenüber größeren Artgenossen reagieren. Welpen sollten lernen, dass sie sich bei ihren Menschen entspannen können, Spaß zusammen haben und sicher sind, auch wenn andere Welpen anwesend sind. Gelassenheit muss erlernt werden und das Fundament dafür sollte in der Welpenschule gelegt werden. |
| Ist es richtig, dass Clickertraining nur sinnvoll ist, wenn man Tricks mit seinem Hund erlernen möchte oder kann man es auch für Alltagsprobleme nutzen. | |
![]() | Clickertraining ist nicht einfach nur ein Knackfrosch der Futter verspricht sondern vielmehr eine Trainingsphilosophie, die vorallem der Mensch verstehen muss um seinen Hund erflogreich trainieren zu können. Das Clickertraining kommt aus dem Tiertraining im Allgemeinen. Unter anderen hat Karen Pryor diese Trainingsphilosophie bekannt gemacht - sie hat Delphine mit dem Clicker trainiert und dann auch Hunde, Katzen und Pferde. Es geht hierbei um die Arbeit mit Markersignalen. Dies kann zum einen der Clicker sein, es kann aber auch ein verbales (Clickwort, Futterwort etc.), optisches oder taktiles Markersignal konditioniert werden. Es gibt positive und negative Markersignale, die dem Hund die jeweilige Konsequenz ankündigen. Dadurch hat der Hund die Möglichkeit, sich selbst in seinem Verhalten zu korrigieren und kann leichter verstehen, was wir von unserem Hund möchten. Mit dem Clickertraining (Einsatz von Markersignalen) bauen wir mit unserem Hund eine eindeutige Sprache auf. Wir können kommunizieren und daher ist diese Trainingsphilosophie natürlich auch im Alltag und bei Problemverhalten sehr wirkungsvoll, da unsere Konsequenzen auf das Hundeverhalten sehr zeitnah erfolgen können und der Hund dadurch schneller verknüpfen kann was wir von ihm möchten ohne sein Vertrauen in uns zu schmälern.
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| Wo ist der Unterschied in der Hundeausbildung zwischen einer Hand voll Futter, die dem Hund gezeigt wird (Futterlocken) und dem Clickertraining? | |
![]() | Beim Clickertraining ist nicht das Futter der Auslöser für die Bereitschaft, etwas für uns zu tun. Bei dieser Trainingstechnik lernt der Hund auf sein positives Markersignal zu warten um dann Futter zu erhalten! Der Hund lernt, auch wenn er vor uns läuft mit seiner Aufmerksamkeit bei uns zu bleiben, da es ja sein könnte, dass wir ihn belohnen möchten. Beim Futterlocken lernt der Hund, dass er die Futterhand verfolgt und wenn er lange genug an der Hand bleibt bekommt er willkürlich einen Futterbrocken, dabei ist es egal ob der Hund "bei Fuß" geht, über einen Steg läuft oder von anderen Hunden abgelenkt wird - der Hund lernt: Eine Hand voll Futter muss verfolgt werden - warum er dann ab und zu Futter bekommt, wird dem Hund erst nach sehr langer Zeit klar. Es ist ein bisschen wie Autofahren mit Navigation - eine selbst erarbeitete Rute behalten wir auch besser im Kopf. |
| Ist es richtig, dass beim Clickertraining der Hund nur arbeitet wenn wir Futter dabei haben? | |
![]() | Nein, das ist nicht richtig - ganz im Gegenteil! Beim Clickertraining ist das Futter die Bezahlung für gute Leistung. Im Gegensatz zum Futterlocken (der Hund wird mit einer Hand voll Futter, di dem Hund direkt vor die Nase gehalten wird, in die gewünschte Position gelockt) haben wir beim Clickertraining kein Futter in der Hand, welches dem Hund vor die Nase gehalten wird, sondern der Hund lernt, dass er durch sein Verhalten, welches uns gefällt, Futter bekommen kann. Der Hund erwartet das Markersignal welches Futter verspricht und führt Übungen dadurch freudiger aus. Negative Reize (z. B. andere Hunde, Menschen, Autos, Mülltonnen usw.) können durch gezieltes Clickertraining wieder positiv verknüpft werden. |
| Ist Clickertraining wirklich Kommunikation oder wird der Hund eher zum "Konditionierungsautomaten"? | |
![]() | Das ist wie bei vielen Dingen, eine Auslegungssache. Aber nach meinem Empfinden, wird der Hund weder zum Konditionierungsautomaten noch hören wir auf zu kommunizieren - im Gegenteil, aber um zu kommunizieren müssen wir erstmal konditionieren:-) Hunden ist der Sinn und die Bedeutung unserer Worte unverständlich - kurz: sie verstehen den Sinn unserer gesprochen Worte nicht! Aber wir haben die Möglichkeit unseren Hunden Worte (Kommandos / Signale) beizubringen bei denen sie eine bestimmte Handlung ausführen sollen. Dies geht zum einen durch die veraltete und zum Teil tierschutzrelevante Technik der "klassischen Hundeerziehung", in der hauptsächlich über das Meideverhalten des Hundes gearbeitet wird. Der Hund führt z. B. ein "Sitz" aus um einer Strafe (Lendengriff, Ruck am Halsband usw.) zu entgehen oder er setzt sich, weil er gelernt hat, dass es sich lohnt (er bekommt Futter). Bei beiden Trainingstechniken konditionieren wir unseren Hund, denn es ist weder natürlich in die Lende gekniffen zu werden noch zeitnah für eine Handlung Futter zu erhalten (außer beim Ergreifen von Beute). Kein Hund oder Wolf würde jemals von einem Rudelmitglied verlangen, dass er sitzt, an der Leine läuft, langsamer läuft oder nicht jagen geht.... Auch das Erlernen, dass der Hund einer Strafe durch sein Verhalten entgehen kann ist nur durch Konditioierung möglich. Beim Clickertraining jedoch lernt der Hund, dass es sich lohnt etwas für uns zu tun. Wir konditionieren eine gemeinsame, POSITIVE Sprache. |
| Wird der Hund beim Clickertraining nicht ständig bestochen, damit er uns gehorcht? | |
![]() | Nein, der Hund wird belohnt weil er uns gehorcht! Niemand auf dieser Welt tut etwas ohne eine Erwartungshaltung. Jeder, der einer Arbeit nachgeht erwartet am Ende seine vereinbarte Entlohnung, jemand der ehrenamtlich arbeitet, erwartet die Anerkennung seiner Mitmenschen für sein Handeln oder erfreut sich an dem was er geschaffen hat. Hunde müssen zeitnah entlohnt/belohnt werden, damit sie ihre "Bezahlung/Anerkennung" mit ihrem Handeln verknüpfen können. Hunde haben keine Wert- oder Moralvorstellungen, sie tun etwas, weil es sich für sie lohnt oder weil es ungefährlich ist. Sie tun etwas nicht, weil es sich nicht lohnt oder weil es zu gefährlich ist. Hunde wollen uns nicht ärgern, wenn sie etwas tun, was wir nicht möchten - sie haben einfach noch kein Alternativ-Verhalten erlernen dürfen. |
| Stimmt es, dass man seinen Hund niemals bestraft, wenn man mit dem Clicker arbeitet? | |
![]() | Nein, das stimmt nicht. Es gibt Verhaltensweisen im Alltag die wir nicht tollerieren können, weil sie uns, andere oder den Hund selbst gefährden. Und es gibt Hunde, die Spaß an ihrem Verhalten haben, welches uns nicht gefällt. In diesen Fällen geht es nicht ohne aversive Trainingstechniken, aber auch hier kommt es darauf an, wie wir bestrafen. Denn Strafe ist alles das, was der Hund als unangenehm empfindet und dies kann bei sensiblen Hundetypen schon das simple Ausbleiben einer Belohnung sein. Bei anderen Hundetypen hingegen wäre dies nicht ausreichend um ein unerwünschtes Verhalten zu unterbinden. Techniken, bei denen der Hund auf den Rücken geworfen wird, einen Eimer Wasser über den Kopf bekommt, in die Lende gekniffen wird usw. sind tierschutzrelevant und haben mit Ausbildung nichts zu tun. Im Gegenteil, denn bei diesen Techniken kann es zu Fehlverknüpfungen kommen und das unerwünschte Verhalten kann sich, nach einem vermeintlichen schnellen Erfolg, später sogar Verstärken oder es kann eine Angstproblematik entstehen. Wer möchte schon mit einem ängstlichen, unsicheren Hund seinen Alltag bewältigen? Wenn es darum geht, dass der Hund Sitz, Platz, Fuß, Agility, Trickdogging, Longenarbeit usw. erlernt, dann sollte auf aversive Trainingstechniken verzichtet werden. Denn all das, sind Dinge, die wir tun, damit wir Spaß haben und der Hund sollte das auch haben! Hier kommt es nicht darauf an, ob die "individuelle Perfektion" innerhalb von einer Woche oder einem Jahr erreicht wird. Und bitte immer Bedenken: Jeder Hund und auch jeder Mensch hat seine persönliche Leistungsgrenze und diese sollte in allen Bereichen eingehalten werden. Vor fünfzehn Jahren dachten manche Verhaltensforscher, die das Verhalten von Wölfen studiert hatten, dass es eine vernünftige Idee sei, den Hund zu Boden zu drücken. Viele Hundebisse später wissen wir, dass sie sich weitgehend geirrt haben..... - John C. Wright - |
| Stimmt es, dass man immer besonders laut oder sogar körperlich auf den Hund einwirken muss, um effektiv zu bestrafen? | |
![]() | Nein, das stimmt natürlich nicht! Es ist schon eine Bestrafung, wenn der Hund nicht das tun darf, was er eigentlich gerne möchte. Bevor man seinen Hund "bestraft" sollte man sich erstmal überlegen, was er stattdessen tun soll. Denn nicht zu dürfen, heißt nicht, dass der Hund weiß was er darf. Jedes unerwünschte Verhalten sollte durch ein Alternativ-Verhalten ersetzt werden. Wenn ein Hund nur über Abbruch trainiert wird, wird er wahrscheinlich später leicht gestresst sein und evtl. sogar eine Angstproblematik entwickeln. Um unseren Alltag mit Hund gut bewältigen zu können, brauchen wir Hunde die souverän sind und Vertrauen zu ihren Menschen haben. Dies ist durch willkürliche und unangemessen harte Strafen nicht möglich. Die Bestrafung des Hundes ist ein schwieriges Thema. Gehen sie damit so vorsichtig um, als wäre jede Strafe ein Vermögen wert. - Eric H.W. Eldington - Kommentare:
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| Stimmt es, dass man dogdance auch ohne Clicker erlernen kann? | |
![]() | Ohne Clicker schon, aber nicht ohne die Trainingsmethode - ohne ein positives Markersignal wird man niemals eine erfolgreiche Choreographie, wie z. B. diese hier: Petra Bozzo "run away" (bitte anclicken) mit seinem Hund erlernen können. Bei dieser Art der Zusammenarbeit zwischen Mensch und Hund ist KOMMUNIKATION ganz groß geschrieben - ein positive Markersignal und Vertrauen ist die Voraussetzung für so eine Leistung! |
| Stimmt es, dass dogdance bedeutet, Übungen wie Sitz, Platz, Fuß und mal einen Kreis drehen zu üben, während Musik läuft? | |
![]() | Nein, das ist Unterordnung zur Musik. Die Grundlage zum dogdance ist trickdogging und dafür ist natürlich der Umgang mit dem Clicker Voraussetzung, denn hier kommt es auf genaues Timing an! Ohne Tricks kann nicht getanzt werden. Das Endziel ist, dass man eine Choreo mit seinem Hund tanzt ohne externe Verstärker (Clicker, Spielzeug usw.) Bis diese Perfektion erlernt ist, vergehen Jahre und jedes kleine Teilziel sollte ein großer Erfolg sein. Beim dogdance/trickdogging ist alles erlaubt was Mensch und Hund Freude bereitet. Sein persönliches Ziel, steckt sich jeder selbst! Und diese können ganz Unerschiedlich aussehen. Dem einen reicht es, wenn der Hund Slalom durch die Beine läuft, der nächste möchte, dass sein Hund krabbelt oder Männchen macht, und dann gibt es noch Mensch/Hund-Teams deren Ziel eher so aussieht: die oben gezeigten Choreos zeigen die absolute Perfektion und diese zu erreichen sollte niemals als Ziel im Hundetraining gesehen werden. Denn es gibt noch ganz viele Stufen davor die unglaublich viel Spaß bringen. Ich möchte nur zeigen, wie individuell Choreos aussehen können und das nicht alles, wo dogdance drauf steht auch dogdance drin ist.
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| Ist es richtig, dass Treibball nicht für Balljunkies geeignet ist? | |
![]() | Nein, das ist nicht richtig. Beim Treibball geht es nicht darum, dass der Hund die Bälle willkürlich hetzt sondern, dass er konzentriert mit seinem Menschen zusammen arbeitet. Diese Sportart ist gerade eine sinnvolle Aufgabe für Balljunkies, da wir hier gezielt an der Impulskontrolle der Hunde arbeiten können. Denn der Hund kann nur erfolgreich sein, wenn er ruhig und konzentriert ist. |
| Ist Longenarbeit mit dem Hund die moderne Möglichkeit um seinem Hund Auslauf und Bewegung zu verschaffen? | |
![]() | Nein, auf keinen Fall! Bei der Longenarbeit geht es nicht darum, dass die Hunde möglichst schnell viele Runden rennen. Bei der Longenarbeit muss der Hund eine Distanz zu seinem Menschen einhalten, was für die meisten Hunde ungewohnt ist, denn normalerweise wollen wir die Distanz immer verringern. Allein durch diese, für den Hund ungewohnte Trainingssituation, steigern wir die Aufmerksamkeit des Hundes. Die Hunde lernen auf ihren Menschen zu achten, ihr Tempo anzupassen und Signale auch auf Entfernung zu befolgen. Longenarbeit ist eine Möglichkeit um die Kommunikation mit seinem Hund auf Distanz zu erlernen und zu verbessern. Denn hier kommt es vor allem auf die klare Körpersprache der Menschen an. |
